Man sagt, dass Betina neben Korčula der bekannteste und der älteste Sitz ausgezeichneter Schiffsbauer ist – in den besten Zeiten gab es hier sogar 27 Werften und 5 Schmiedbetriebe. Der Schiffsbau in Betina ist älter als 270 Jahre und die ersten Schiffsbauerfamilien waren die Familien Filipi und Uroda. Danach werden die Familien Žurić, Šandrić, Burtina, Bilić und andere erwähnt. Es steht geschrieben, dass die „Saat des Schiffsbaus" nach Betina von Paško Filipi gebracht und erfolgreich gesät worden ist, als er im Jahr 1740 von Korčula nach Betina gezogen ist. Im Unterschied zum modernen Glasfaserbau, ist ein Holzschiff etwas völlig anderes – jedes hat seine eigene Geschichte. Es entsteht bereits bei der Wahl des Holzes – was auf jeden Fall ein erfahrenes Auge braucht, das darauf achtet aus welchem Holz die besten einzelnen Bauteile des Schiffes gebaut werden können. Beim Bau selbst gibt es Verfahren, die am Besten dann durchgeführt werden wenn der Wind Jugo weht und es gibt diejenigen, die am Besten gelingen, wenn sie bei Bura erledigt werden. Die Schiffsarten und die Formen traditioneller Schiffe sind eine Geschichte für sich, sie sind aus purer Not entstanden wie z.B. die Schiffe Gajeta und Leut; so sind auch ihre Linien und Formen ideal ihrem Zweck angepasst.

Die ersten Schiffsbauer, die in der ersten Hälfte des 18. Jhd. (1740) nach Betina gekommen sind, haben ihren Schiffsbau den Bedürfnissen der lokalen Einwohner angepasst. Die Einwohner von Betina haben in ihrem Eigentum nämlich 2/3 der Grundstücke auf Modrave und Prosika, sowie 1/3 der Grundstücke auf den Kornaten gehabt. Zu diesen Besitzen konnten sie nur auf dem Meereswege kommen, so war es notwendig ein robustes Schiff zu entwickeln, das schwere Lasten transportieren kann und so wurde das Model die Gajeta von Betina entwickelt - ein robustes Schiff mit einem Lateinsegel, die Nacharbeitung des Models von Korčula, den Bedürfnissen der lokalen Einwohner angepasst.

„Die Gajeta sollte eine Summe aller Anforderungen dieser komplizierten geographischen, Eigentums-, Gesellschafts- und Navigationsstruktur sein. Sie musste einige Schiffe auf einmal darstellen. Die Zauberformel lag in den Händen der lokalen Schiffsbauer, die selbst, wenn sie nicht Schiffsbauer waren, Bauern, Fischer und Seeleute waren. Das völlige praktische Wissen der Bedürfnisse ihrer Kunden ermöglichte ihnen die Entwicklung eines Schiffes, das weder groß noch klein, weder schwer noch leicht, offen und geschlossen zugleich, mit ausgezeichneten Navigationsmöglichkeiten sein wird. Nur sie konnten eine Gajeta entwickeln, beziehungsweise ein Mehrzweckschiff, ein Schiff für jede Gelegenheit und jeden Zweck."

Später zeigte sich, dass die Einwohner der Nachbarorte ähnliche Bedürfnisse hatten, so haben die Nachfahren der Familie Filipi ihre Werften in Šibenik, Biograd, Sukošani, Murter, Kukljica, Kali, Bibinje und Sali gegründet.

 

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